The Great Peacemaker
Quellenangaben
Kontakt
 

The Great Peacemaker







Deganawida

ein indianischer Prophet und sein Einfluss auf die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika



Deganawida kam aus dem Norden, er stammte von einem Volk ab, das heute als Huronen bekannt ist, und wurde in der Nähe des heutigen Kingston in der kanadischen Provinz Ontario geboren. Das Gebiet der Huronen grenzte an die Nordufer des Ontario-Sees.
Es war ein schönes Land - grün und üppig. Doch zu jener Zeit herrschten brutale, blutige Fehden und Krieg unter den Woodland-Völkern des Nordostens, und sie hatten einen Punkt erreicht, an dem sich Hass und Rache wie ein Spinnennetz ausbreiteten.
Jeder hegte Groll gegen jeden. Und das erforderte, dass man alles dem anderen heimzahlte, was unvermeidlich zu immer größerem Chaos und Tod führte. Keiner schien dem Strudel der Gewalt entkommen zu können. Die Menschen waren geistig und physisch erschöpft.


Aus mündlicher Überlieferung, die von Generation zu Generation weitergegeben und schließlich im 19. Jahrhundert zu Papier gebracht wurde, erfahren wir einiges über diesen großen Mann.

Deganawidas Mutter und Großmutter sollen arm gewesen sein und allein in einer kleinen Hütte außerhalb des Huronen-Dorfes gewohnt haben.
Alle ihre Verwandten, so heißt es, waren tot, Opfer des Kriegs. Eines Tages stellte die wachsame Mutter fest, dass ihre Tochter ein Kind zur Welt bringen würde, und war darüber verbittert. Die Tochter behauptete jedoch steif und fest, sie habe noch nie mit einem Mann geschlafen, und war auch tatsächlich noch Jungfrau. Aber eines Nachts hatte sie einen prophetischen Traum.


Der Traum der Großmutter

In ihrem Traum sagte ihr ein göttlicher Bote, dass sie ihrer Tochter unrecht tue, weil sie ihr nicht glaube. Außerdem erzählte er ihr, dass ihre Tochter einen Jungen zur Welt bringen würde, den sie Deganawida nennen sollten. Er würde unter Fremden aufwachsen und einen großen Friedensbaum aufrichten. Aber er würde auch eines Tages indirekt Ursache für die Vernichtung der Huronen sein. Nach dem Erwachen entschuldigte sich Deganawidas Großmutter bei ihrer Tochter und erzählte ihren Traum. Da nach der Prophezeiung das Kind indirekt der Grund für den Untergang der Huronen sein sollte, trafen sie nach langem Überlegen eine schreckliche Entscheidung: Das Baby sollte gleich nach der Geburt getötet werden.

An dem Tag, an dem das schreiende Baby auf die Welt kam, trugen sie es zu einem Fluss, der zugefroren war, was zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich war. Nachdem sie ein Loch in das Eis gebrochen hatten, warfen sie das Kind in das eiskalte Wasser. Dann kehrten sie schweren Herzens zu ihrer Hütte zurück. Aber als sie am nächsten Morgen erwachten, stellten sie fest, dass das Kind nicht, wie erwartet, ertrunken war, sondern friedlich zwischen ihnen ruhte. Zweimal noch versuchten sie, es auf die gleiche Weise umzubringen, doch jedes Mal fanden sie am Morgen das Kind unversehrt vor. Tief erschüttert dachten sie über diese unnatürlichen Vorgänge nach und entschieden, dass es wohl der Wille des Herrn des Lebens war, dass der Junge leben sollte. So zogen sie ihn auf und gaben ihm den Namen Deganawida, das bedeutet Er-der-denkt, wie der Traumbote der Großmutter aufgetragen hatte. Als der Junge größer wurde, zeigte sich, dass er ein außergewöhnliches Kind war und ein nachdenkliches tiefgründiges Wesen besaß. Doch die anderen Huronen betrachteten den intelligenten, aber introvertierten Jungen als einen Außenseiter. Ein Grundproblem war, dass er kein Interesse am Krieg hatte. Deganawida, der immer mit dem Krieg konfrontiert war, sah darin nicht viel mehr als Kinderstreitereien.

Während die anderen Jungen ihre Kriegskünste trainierten, entwickelte er eine Philosophie, die eines Tages als das Große Gesetz des Friedens bekannt werden sollte.

Doch seine Außenseiterrolle hatte auch noch andere Gründe. Trotz seines wachen Intellekts und seines guten Aussehens hatte Deganawida einen großen Makel, der in einer Kultur, die Wert auf eine gute Rede legte, besonders schwer wog: er stotterte. Als er alt genug war, verließ er das Land der Huronen und reiste südwärts. Er überquerte den Wasserweg, den wir jetzt St. Lorenzstrom nennen, zog durch die Adirondack-Berge und gelangte zum Land der "Feuerstein-Menschen", der Mohawk. Dort suchte er Anhänger für seine Denkweise, die vielen sicherlich befremdlich erscheinen musste. Die Mohawk, ein fortschrittliches, aber höchst aggressives Waldvolk, hatten lange mit ihren brutalen Nachbarn, den Onondaga, im Krieg gelegen. Ein überlebender Mohawk war ein Mann namens Hiawatha.

Als ihm Deganawida das erste Mal begegnete, war der echte Hiawatha voller Hass auf die Menschen. Erst vor kurzem waren seine Frau und sieben Töchter von dem verhassten Kriegsführer der Onondaga, Ododarhoh, getötet worden. Hiawatha war darüber außer sich und lebte allein tief im Wald, lauerte arglosen Reisenden auf und verzehrte sie. Zu dieser Zeit war der zeremonielle Kannibalismus ein Teil des Krieges. Ein Krieger, der im Kampf siegreich war, verspeiste des öfteren das Herz oder andere Organe eines besiegten Feindes, um den Mut des Gegners auf sich zu übertragen. Aber Hiawathas "Fleischeslust" hatte sich zu etwas weit Grauenhafterem ausgewachsen. Als Deganawida ihn im Wald entdeckte, schleppte der Mohawk gerade eine Leiche in seine Hütte. Eine Frau namens Jikonsaseh hatte Deganawida schon vorher von diesem Kannibalen erzählt. Sie besaß eine Hütte in der Nähe eines Weges, die als Wegstation von Kriegern benutzt wurde, wenn sie zu den Schlachtfeldern eilten. Sie war Leiterin des Ganondagan State Historic Site in Victor, New York und laut Pete Jemison "genauso ein Teil des Bösen, das geschah, wie diejenigen, die es taten, weil sie von den Geschichten lebte". Nachdem sie aber Deganawidas Botschaft vernommen hatte, war sie die erste, die sie akzeptierte. Bis heute bezeichnen die Irokesen sie liebevoll als die "Mutter der Nation".


Informiert durch Jikonsaseh, war Deganawida nicht überrascht, als er im Wald auf die Hütte des Massenmörders stieß. Deganawida kletterte aufs Dach und spähte durch den Kamin. Unten zerstückelte Hiawatha den Leichnam und kochte ihn, als er plötzlich im Kochtopf das Spiegelbild eines Gesichts erblickte. Es war das von Deganawida, aber Hiawatha hielt es für sein eigenes. Er war fasziniert von der Reinheit dieses Gesichts und fand, dass es im Widerspruch zu dem stand, was er tat. "Dieses Gesicht und das, was ich tue, passen nicht zusammen", rief er aus und beschloss in diesem Moment, nie mehr Menschenfleisch zu essen. Er trug den Topf hinaus und leerte ihn in einiger Entfernung von der Hütte aus. Als Hiawatha zurückkehrte, kletterte Deganawida vom Dach und verstrickte den Mohawk in eine Unterhaltung. Im Laufe des Gesprächs trug der Prophet seine Friedensvision und neue Lebensphilosophie vor, die als Ne Gayaneshagowa, als Great Commonwealth oder als Großes Gesetz von Gleichheit und Gerechtigkeit und Wohlergehen bekannt ist. Es schließt drei doppelte Prinzipien ein. Das erste ist das Ne Skenno - Gesundheit von Leib und Seele, Frieden zwischen Individuen und Gruppen. Das zweite, Ne Gaiihwiyo - Rechtschaffenheit im Verhalten, ihre Befürwortung in Wort und Tat; Gleichheit und Gerechtigkeit bei der Regelung der Rechte der Menschen. Das dritte, Ne Gashedenza - Beibehaltung physischer Stärke oder Macht und Orenda oder Zaubermacht von Menschen und Institutionen. Später wurde Deganawidas Philosophie in die Bereiche Gesundheit und Verstand (Gesundheit von Körper und Seele), Gesetz (kodifizierte Gerechtigkeit, um bestimmte Fälle zu regeln) und Autorität (die das Vertrauen vermittelt, dass die Gerechtigkeit siegen wird) umgesetzt.

Nachdem Hiawatha Deganawidas Ideen kennengelernt hatte, durchlief er eine wirklich grundlegende persönliche Veränderung. Sein überwältigendes Leid und sein Hass wurden durch die Vision des Propheten vom Frieden buchstäblich hinweggefegt.

Deganawida begrub das Beil, bildete einen Staatenbund und verkündete mit seiner schweren Zunge, dass sie den Krieg und die Leiden beenden könnten. Es heißt, Hiawatha habe sich damals spontan entschlossen, Deganawida zu folgen und nannte ihn den Friedensmacher. Wenn Deganawida jemand anderen für so eine wichtige Rolle vorgesehen hätte, hätte sein Plan nie funktioniert. Aber Hiawatha war ein gutaussehender Mann, der das besaß, was man als Charisma bezeichnet. Während der Prophet manchmal alle Mühe hatte, sich zu äußern, war Hiawatha sehr redegewandt, besaß Schlagfertigkeit und Überzeugungskraft. Hiawatha wurde Deganawidas Partner und Stimme. Er war, um es modern auszudrücken, der perfekte Strohmann.

Um 1880 legte Seth Newhouse, ein Onondaga, der im Grand River Six Nations-Reservat in Kanada lebte, in sogenanntem indianischen Englisch eine Version der Geschichte der Gründung der Liga und ihrer Verfassung vor. 1916 veröffentlichte Arthur C. Parker im New York State Museum Bulletin eine bearbeitete Fassung in Englisch. Parker war ein Seneca. Sein Text handelt davon, wie der Prophet seine zeremoniellen Worte über den Großen Frieden vollendete, Hiawatha 13 Muschelreihen oder Wampums gab und folgendes sagte:

Der große Frieden

Mein jüngerer Bruder, diese 13 Muschelreihen sind jetzt vollendet. In Zukunft sollen sie so benutzt werden: Sie sollen in der Hand gehalten werden, um den Sprecher an jeden Teil seiner Rede zu erinnern . . . Mein jüngerer Bruder, wir werden jetzt unsere Gesetze machen, und wenn alle gemacht sind, werden wir die Organisation, die wir ins Leben gerufen haben, der Große Frieden nennen. Das soll die Macht darstellen, die zwischen Brüdern Krieg und Raub abschafft und Frieden und Ruhe bringt.


Hiawatha erwiderte, das, was Deganawida ihm gesagt habe, sei gut, und er stimme seinen Worten zu. Dann schlug Deganawida vor, dass sie einen Friedensgesang komponieren sollten. " Wir werden ihn auf unserer Reise zur Besänftigung von Ododarhoh singen", sagte er. Hiawatha war schockiert, denn Odordarhoh war der grausame Häuptling der Onondaga, der für den Tod von Hiawathas ganzer Familie verantwortlich war.

Bevor sie Ododarhoh gegenübertraten, beschlossen sie, sich zuerst an die Mohawk, Oneida, Cayuga und Seneca zu wenden. "Mein jüngerer Bruder", sagte Deganawida, "wir werden jetzt dem Rat der Mohawk den Plan vortragen, den wir entwickelt haben, unseren Plan, eine Konföderation zu bilden und das Haus des Friedens zu bauen. Wir müssen dafür unbedingt die Meinung des Rats erfahren und benötigen seine Zustimmung, um weiterzumachen." Hiawathas gute Beziehung zu den Mohawk erleichterte diesen Teil von Deganawidas Strategie, denn Hiawathas verstorbene Frau war die Tochter des Mohawk-Häuptlings gewesen.

Durch Hiawatha erklärte Deganawida den Mohawk, er sei vom Herrn des Lebens, von dem wir alle abstammten, gesandt worden, um den Großen Frieden zu schaffen. Er redete davon, einen Bund aller Nationen ins Leben zu rufen. Er sagte ihnen, alle Häuptlinge müssten rechtschaffene Männer sein und sehr geduldig."

Einer der Mohawk-Häuptlinge erklärte, dass alles, was Deganawida sagte, "sicherlich wahr sei und wir nicht widersprechen können". Was sie jedoch wollten, war ein Beweis, dass der junge Revolutionär vor ihnen tatsächlich von dem Herrn des Lebens gesandt worden war. Deganawida war einverstanden, diesen Beweis zu liefern. Eine der Kräfte, die der Herr des Lebens ihm verliehen hatte, war die Beherrschung seines Todes. Um dies zu beweisen, schlug er vor, dass er zur Spitze eines Kiefernbaumes klettern würde, der in den reißenden Mohawk-Fluss hineinragte und sie dann den Baum fällen sollten. Der Test wurde akzeptiert. Eine große Menge beobachtete, wie er verschwand. Sie dachten, er sei ertrunken.


Als die Nacht hereinbrach und Deganawida immer noch nicht aufgetaucht war, war man sicher, dass er tot war und die Mohawks freuten sich, dass seine Behauptungen falsch gewesen waren. Aber am nächsten Morgen sahen einige Krieger, wie Rauch aus einer unbewohnten Hütte aufstieg. Sie näherten sich vorsichtig, spähten durch eine Luke und erblickten Deganawida. Er war kein Geist, das war eindeutig. Er: war genauso lebendig wie sie und bereitete sich sein Frühstück zu. Die Beobachter rannten ins Dorf zurück, um ihre Entdeckung mitzuteilen. Bevor der Tag zu Ende ging, waren alle davon überzeugt, dass Deganawida tatsächlich der war, der zu sein er behauptete.

Die Ältesten der Mohawk schlugen vor, dass ihr Plan einer Union der Stämme ihren Feinden, den Oneida oder "Volk des Steins" vorgetragen werde, um festzustellen, ob sie auch daran interessiert wären. Als deren Häuptling, Odatshedeh, befragt worden war, sagte er: "Ich werde diesen Plan prüfen und euch morgen antworten." Morgen bedeutete nach damaligem Sprachgebrauch ein Jahr. Nach Ablauf dieser Zeit erteilte der Oneida-Rat seine Antwort. Die Oneida wollten sich anschließen.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren standen die Mohawk, die Oneida, die Cayua und die Seneca, zum großen Teil wohl hauptsächlich deshalb, weil sie kriegsmüde waren, im Banne von Deganawidas Vision von einem Großen Commonwealth. Schließlich standen nur noch die Onondaga und ihr aggressiver Häuptling, Ododarhoh, der Verwirklichung der Vision des Propheten im Wege. Spione hatten über ihn berichtet: "Ododarhoh hat sieben verkrüppelte Körperteile, in seinem Haar winden sich Schlangen, und er ist Kannibale." Jeder wusste, dass die Liga ohne die Onondaga nicht funktionieren könnte, da sie zwischen den anderen Stämmen angesiedelt waren.


Deganawida wandte sich dann an den Rat der Vier Nationen. "Ich bin Deganawida", sagte er. "Und mein jüngerer Bruder ist bei mir. Wir beide legen euch jetzt die Gesetze vor, die für den Bund ausgearbeitet wurden. Die Embleme der Häuptlinge sollen die Geweihstangen von Hirschen sein. Die Titel sollen bestimmten Frauen verliehen werden, und die Namen sollen für immer in den Familien der Mutter weitergegeben werden." Dann wurden die Gesetze vorgetragen und durch Hiawatha für rechtskräftig erklärt. Deganawida trug schließlich den Gesang vor, der bei Titelverleihungen üblich war und lehrte das Volk den Gesang des Friedens und andere Gesänge. Viele Menschen sollen herbeigeströmt sein, um ihm zu lauschen, und erlebten, dass der Orenda oder der heilige Zauber dabei half, den Großen Frieden im Wind vor sich herzutragen.

Dann machten sie sich auf den Weg zu den Onondagas. Als die Expedition die Grenzen des Gebiets der Onondaga erreichte, wurde ein Feuer angezündet, was als übliches Warnzeichen galt. Doch die Nachricht ihres Kommens war ihnen bereits vorausgeeilt. Die Onondaga wussten auch bereits Bescheid über den bevorstehenden Zusammenschluss der vier ehemals feindlichen Nationen, sie hatten dies mit großem Interesse verfolgt. Die Onondaga und ihre Häuptlinge begrüßen Deganawida, Hiawatha und ihre Begleiter. Gemeinsam begaben sie sich dann zu Ododarhoh.


Deganawida schritt auf Ododarhohs Hütte zu und vollbrachte ein großes Wunder der Versöhnung. Die Menge um ihn herum verstummte, als er den Gesang des Friedens vortrug. Der gefürchtete Häuptling zeigte sich und lauschte dem Gesang des Propheten. Seine Gesichtszüge verwandelten sich von Ärger in Trauer. Als Deganawida seinen Gesang beendet hatte, ging er auf Ododarhoh zu und streckte voller Mitleid die Hand nach ihm aus. Ododarhoh ließ es zu, dass der Prophet sein Gesicht mit der Hand berührte. Durch sanfte Überredungskunst kämmte er symbolisch die Schlangen - das Böse und die wirren Gedanken - aus seinem Haar, bis Ododarhohs Geist wieder normal war. So verwandelt erklärte sich Ododarhoh zu einem der Jünger von Deganawida, und der ganze Stamm der Onondaga, der sich über die erstaunliche Wandlung seines Häuptlings wunderte, folgte ihm auf dem Weg zum Großen Frieden.

Der Prophet ernannte ihn zum Hüter des Feuers der neuen Konföderation, das, wie er sagte, immer bei den Onondaga brennen sollte. Diese Stellung des "Feuerhüters", die der des Vorsitzenden des US-Senats vergleichbar ist, machte Ododarhoh zu einem der mächtigsten Männer beim neuen Stamm der Irokesen.


Der stotternde Deganawida, der Outsider der Huronen, war nicht nur ein Visionär, sondern hatte sich auch als politisches Genie bewährt. Dank seiner Initiative kam die Liga der Fünf Nationen zustande. Genau wie heute die Bewohner der fünfzig Staaten Amerikas Bürger des nordamerikanischen Bundesstaats sind, wurden die Seneca, Mohawk, Onondaga, Oneida und Cayuga Bürger der Liga.

Sie nannten sich Volk des Langhauses. Dieser Name bezog sich auf ihre hübschen Gemeinschaftswohnungen. Diese Langhäuser hatten einen Vorder- und Hintereingang und bestanden aus Baumstämmen, die mit Ulmenrinde verkleidet waren, mit einem Dach aus Bastfasern des Hickorybaums. Mehrere Familien wohnten in einem dieser geräumigen Häuser, hatten eine gemeinsame Feuerstelle und lebten miteinander.


Da die Liga im Grunde aus Dörfern bestand, die sich von Osten nach Westen an einem ausgetretenen Waldweg befanden, wurde das Langhaus ein wichtiges Symbol der irokesischen Kultur. Die Mohawk waren Hüter des östlichen Eingangs, die Seneca des westlichen. Bei der Zeremonie zur feierlichen Gründung der Konföderation legte der Prophet das Programm dar. Die Bürger der neuen Nation hatten sich in einer kühlen Waldlichtung um ihn geschart, als er folgendes sagte:

Die weißen Wurzeln des Friedens

Ich bin Deganawida und pflanze zusammen mit den Anführern der Liga der Fünf Nationen den Baum des Großen Friedens. Ich pflanze ihn in deinem Gebiet, Ododarhoh, im Gebiet der Onondaga, die das Feuer hüten.


Der Rauch des Ratsfeuers der Liga soll immer zum Himmel aufsteigen und ihn durchdringen, so dass alle Nationen dieses Feuer des Großen Friedens entdecken mögen.

Der Baum des Großen Friedens hat Wurzeln geschlagen, und der Name dieser Wurzeln lautet 'Große Weiße Wurzeln des Friedens'. Wenn irgendein Mann irgendeiner Nation, die nicht zu den Fünf Nationen gehört, den Wunsch verspüren sollte, den Gesetzen des Großen Friedens zu gehorchen, möge er die Wurzeln bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen und soll willkommen sein, unter dem Baum der Langen Blätter Schutz zu suchen.

Ich, Deganawida, und die Anführer der Konföderation, entwurzeln jetzt den größten Kiefernbaum, und in die daraus entstehende Grube werfen wir alle unsere Kriegswaffen. Wir versenken alle Waffen des Streits in die Tiefen der Erde, in die tiefen unterirdischen Gewässer, die in unbekannte Gegenden fließen. Wir entziehen sie für immer dem Blick und pflanzen den Baum neu ein. So soll der Große Frieden eingeleitet werden, und die Fünf Nationen sollen nie wieder Feindseligkeiten kennen, sondern nur noch Frieden zwischen Verbündeten genießen. Dies ist der Baum des Friedens, über dem zu allen Zeiten der Adler schweben und über das Wohl der Konföderation wachen wird." (Das Bild gefiel den Gründervätern der USA in späterer Zeit, und sie übernahmen den Weißkopf-Seeadler in ihr Staatswappen.)

Wenn eine Angelegenheit dem Rat vorgetragen wurde, wurde diese zuerst von der einen Seite abgewogen und dann "über das Feuer" an die andere weitergegeben. Wenn eine Einigung erzielt war, übergaben sie die Angelegenheit dem Feuerhüter zur Sanktionierung. Als Feuerhüter beriefen die Onondaga die Versammlung ein, bereiteten die Tagesordnung vor und stellten den Vorsitzenden.


Der Rat trat gewöhnlich im Sommer zusammen. Bei diesen Sitzungen waren sowohl Männer als auch Frauen anwesend. Für den Fall, dass er zu einer anderen Zeit einberufen würde, wurden ebenfalls Verfahrensweisen festgelegt. Als Schutz gegen skrupellose Demagogen sorgte Deganawida für eine Reihe von Vorkehrungen. Eine davon beinhaltete, dass die öffentliche Diskussion über einen wichtigen Antrag nicht am gleichen Tag, an dem er dem Rat vorgelegt wurde, erfolgen konnte. Es musste Zeit für eine sorgfältige Prüfung bleiben. Wenn das zu prüfende Thema besonders kontrovers war, sollte es in einem Komitee, das aus je einem Vertreter jedes Stammes bestand, gründlich diskutiert werden. Redner durften nicht unterbrochen werden. Diese stellten ihren Standpunkt dar und hofften, durch Glaubwürdigkeit die anderen zu überzeugen. Oft bedienten sie sich auch rhetorischer Methoden wie Ursache und Wirkung, reductio ad absurdum und Widerlegung durch Vorlage zusätzlichen Beweismaterials, das im Widerspruch zu dem von der Gegenpartei präsentierten stand. Sobald ein Redner seinen Vortrag beendet hatte, trat eine kurze Bedenkpause ein, für den Fall, dass etwas Wesentliches vergessen worden war. Und damit keine Überreaktion aufgrund von Erschöpfung entstand, durften die Diskussionen im Rat nur bis Sonnenuntergang dauern.

Die Gebiete jeder der Fünf Nationen und jeder Nation, die sich später anschloss, wurden zum Souveränitätsgebiet der Liga bestimmt.


Um die in der Liga zusammengefassten Stämme noch enger miteinander zu verknüpfen, richtete er ein System von Clans ein, das über die Grenzen der Fünf Nationen reichte. Jedem Clan stand eine angesehene ältere Frau vor. Diese Clans, die den Namen Bär, Wolf, Falke, Schildkröte und ähnliche trugen, halfen dabei, uralte Rivalitäten beizulegen. Es wurden 49 Häuptlingsposten geschaffen, die nur von Männern besetzt wurden und die meisten Clans repräsentierten. Die irokesische Gesellschaft gründete auf dieser Ordnung. Jeder Clan setzte sich aus einer Frau und ihren Kindern und den Kindern ihrer Töchter zusammen. Ihr Mann war Mitglied des Clans seiner Mutter, und die Kinder ihrer Söhne waren Mitglieder der Clans ihrer Frauen. Das Farmland, das Getreide, Bohnen, Kürbisse, Beeren, Nüsse und Wurzeln hervorbrachte, gehörte den Frauen gemeinsam.

Mit dieser hervorgehobenen Rolle der Frauen in der neuen Gesellschaft war Deganawida erneut seiner Zeit um Jahrhunderte voraus. Doch das größte Privileg, das er ihnen einräumte, war das Wahlrecht, das sie sonst in keiner Nation jener Zeit genossen. Sie waren sogar berechtigt, für ihre Kinder zu wählen. Bei Ratsversammlungen konnten die Frauen Diskussionsthemen vorschlagen und besaßen das Recht, Häuptlinge und andere Sachem zu ernennen. Auch wenn die Nominierten bestätigt und durch die Beamten des Bundesrats in ihr Amt eingesetzt waren, konnten sie durch eine ältere Frau des Clans wieder abgesetzt werden. Dies funktionierte wie folgt: Die Anführerin des Clans suchte zuerst den Würdenträger auf und forderte ihn auf, auf den Pfad der Rechtschaffenheit und der Pflicht zurückzukehren. Wenn er diese Warnung nicht ernst nahm, wandte sie sich an ihren Bruder oder an den ältesten Sohn als Vertreter der Männer des Clans, und mit ihm zusammen begab sie sich erneut zum Häuptling, um ihn zu warnen.

Wenn er sein Verhalten dann immer noch nicht ändern wollte, ging die Frau zum obersten Krieger des Clans. Zu dritt teilten sie dann dem widerspenstigen Häuptling mit, dass er an einem bestimmten Tag vor dem Stammesrat zu erscheinen habe.

Er wurde dann vom obersten Krieger gefragt, ob er bereit sei, sich dem Wunsch des Clans zu fügen oder nicht. Wenn er es ablehnte, wurde er auf der Stelle seines Amts enthoben. Der oberste Krieger nahm ihm dann die Hörner, die Symbole seiner Führerrolle, weg.

Den irokesischen Staatsmännern wurde von Deganawida geraten, eine Haut so dick wie sieben Daumen zu haben, um gegen Geschwätz und Kritik gefeit zu sein. Ein Häuptling musste bei der Ausübung seines Amts vor allem das Wohlergehen der Menschen im Kopf haben und sich um die Sympathie des Volkes bemühen.

Die Beschlüsse der Liga wurden öffentlich bekanntgegeben, und es wurde auch öffentlich um Unterstützung und Billigung geworben. Die Entlassung eines Häuptlings konnte aufgrund von Misstrauen in seine Amtsführung erfolgen, aber auch wegen Geisteskrankheit. Wenn dies der Fall war, fand eine feierliche Zeremonie statt, um dem Sachem den Titel abzuerkennen und diesen einem neuen Häuptling zu verleihen.

Die Namen der ursprünglichen 49 Häuptlinge wurden von Generation zu Generation weitergegeben und dienten als lebender Beweis für die Geschichte der Gründung der Konföderation. Seit damals gab es immer einen Hiawatha, einen Ododarhoh und die übrigen Häuptlinge. Aber Deganawida war einmalig, keiner vermochte, je seinen Platz einzunehmen.

Trotz seiner bemerkenswerten Leistungen, die er vollbrachte, vergaß Deganawida niemals die Ehrfurcht vor der Erde. Wie Paul A. W. Wallace in The White Roots of Peace schrieb, wies Deganawida die Häuptlinge an, dass, wann immer sie sich zu einer Ratsversammlung einfanden, die Onondaga-Gebieter eine Rede halten und der Erde danken sollten, die den Menschen Lebensraum bietet, den Gewässern, den Wasserfällen und den Seen, dem Mais und den Früchten, den Heilkräutern und Bäumen, den Waldbäumen für ihre Nützlichkeit, den Tieren, die als Nahrung dienen und ihr Fell für die Kleidung zur Verfügung stellen, den großen und kleinen Winden, dem Donner, der Sonne, dem starken Krieger, dem Mond, den Boten des Schöpfers, die seine Wünsche überbringen, und dem großen Schöpfer, der da oben im Himmel wohnt, dem Menschen alle Gaben schenkt und die Quelle und der Herrscher von Gesundheit und Leben ist.


Als Deganawida seine Vision erfüllt hatte, verschwand er.


Diese Prophezeiung betrachtet die Zukunft der Indianer und der Welt, die vor ihrer größten Herausforderung steht, nämlich Überlebens, aus allen möglichen Perspektiven. Der Prophet starb, aber seine Ideen lebten fort. Über Generationen hinweg wurden die Verse des Gesangs des Friedens, auch 'Die Sechs Gesänge' genannt, von Mitgliedern der Liga gesungen, als Dank für das, was Deganawida und sein Jünger Hiawatha, geschaffen hatten.

Deganawida sagte, dass er das Licht sei und zu seinem Volk zurückkehren würde.

Deganawida war ein Prophet, der dank seiner Beziehung zu seinem Schöpfer und der Kraft seiner Gedanken das Leben anderer Menschen seiner Zeit bis zur unseren veränderte. Er war Begründer einer Art föderalistischer Regierungsform und des Staatenbundes "Liga der sechs Nationen", die zu ihrer Zeit eine der fortschrittlichsten Demokratien der Welt darstellte. Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der USA, übernahm einige von Deganawidas Ideen, die durch ihn in das Gedankengut der Vereinigten Staaten einflossen. Somit ist Deganawida auch der erste Philosoph Amerikas, um so bedauerlicher ist es, dass er heute fast vergessen ist.     


Der Schöpfungsmythos der Hopi berichtet, dass die Menschheit 7 Welten durchleben muß. In jeder dieser Welten wird den Menschen bestimmte Aufgaben gestellt, durch die sie in ihrer Reife und Treue geprüft werden sollen. Nur die, die reinen Glaubens sind, werden den Aufstieg in die nächste Welt erreichen und sind für die Aufgaben der Zukunft auserwählt. Nach traditioneller Vorstellung befinden wir uns gegenwärtig in der vierten Welt und sind an der Schwelle in den Aufstieg zur fünften Welt. Da die Hopi ein von der westlichen Welt völlig unterschiedliches Raum/Zeitverständnis haben (siehe :Sprache), darf man sie diese Weltendurchwanderung nicht nur im linear zeitlichen Sinne vorstellen, sondern es handelt sich vornehmlich wohl auch um eine qualitative Entwicklung im Bewusstsein der gesamten Menschheit und stellt wohl eine spiralige, zyklische Entwicklung nach "oben" in ein höheres Bewußtsein dar.

Der Aufstieg in die verschiedenen Welten und die Wanderungen sind im Grund von solch tiefer Symbolik, daß man vermuten kann, dass die ganzen Überlieferungen eine große Allegorie der äußeren und inneren Entwicklung des Menschen zum Paradies hin darstellen. Das Ziel, die siebte Welt, mag wohl das reine und vollkommene Mutterland, das Paradies selbst, repräsentieren, das vorallem einmal zunächst im Inneren der Menschen selbst gefunden werden muß.

Die Hopi und alle, die von der großen Flut verschont wurden, schlossen zu dieser Zeit einen heiligen Bund mit dem Großen Geist. Wir Hopi leisteten einen Schwur, daß wir uns nie von ihm abwenden werden. Für uns haben sich die Gesetze des Schöpfers nie geändert oder sind zusammengebrochen. Für die Hopi besitzt der Große Geist alle Kraft. Er erschien den ersten Menschen als ein Mann und sprach mit ihnen zu Beginn der Weltenschöpfung. Er zeigte uns zu leben, zu beten, wohin wir gehen sollen und welche Nahrungsmittel wir zu uns nehmen sollen und gab uns Saaten zum Pflanzen und zum Ernten. Er gab uns eine Anzahl heiliger Steintafeln, in welche er alle Lehren hineinhauchte, um sein Land und Leben zu beschützen. In diese Steintafeln wurden Anweisungen und Prophezeiungen und Warnungen eingearbeitet. Dieses wurden mit der Hilfe von einer Spinnenfrau und ihren zwei Enkelsöhnen gemacht. Sie waren weise und kraftvolle Helfer des Großen Geistes. Bevor der Große Geist sich wieder verbarg, zeigten er und die Spinnenfrau den verschiedenen Gruppen der Menschen in Farbe und Größe voneinander verschiedene Maissorten, damit sie ihre Nahrung in dieser Welt aussuchen konnten. Die Hopi waren als letzte an der Reihe, um ihre Nahrung in dieser Welt zu nehmen und auszuwählen. Die Hopi wählten dann den kleinsten Maiskolben. Da sagte Massauu: „Ihr habt mir gezeigt, daß ihr weise und demütig seid. Aus diesem Grund werdet ihr Hopi (Volk des Friedens) genannt, und ich werde alles Land und Leben in eure Obhut geben, damit ihr es bewacht, beschützt und für mich treuhänderisch verwaltet, bis ich in den letzten Tagen zu euch zurückkehre, denn ich bin der Erste und der Letzte. Aus diesem Grund werden, wenn ein Hopi in die höhere religiöse Ordnung eingeweiht wird, die Erde und alle lebenden Dinge in seine Hände übergeben. Er wird zu einem Elternteil für alles Leben auf der Erde. Er ist berechtigt, seine Kinder zu beraten und zu korrigieren, in jeder ihm möglichen friedfertigen Art und Weise.

Uns wurde von drei Helfern erzählt, die vom Großen Geist beauftragt wurden, den Hopi dabei zu helfen, das friedvolle Leben auf der Erde zu verwirklichen, welche auftauchen würden um uns zu helfen, und wir sollten unsere Heimstätten, unsere Zeremonien und unsere Haartracht nicht wechseln, denn die wahren Helfer würden uns dann vielleicht nicht als die wahren Hopi erkennen. Deswegen haben wir all die Jahre gewartet.

Trinity ("
Dreieinigkeit“)


Es ist bekannt, daß unser Wahrer Weißer Bruder sehr stark sein wird und eine rote Mütze oder einen roten Umhang tragen wird, wenn er kommt. Er wird keiner anderen Religion außer seiner eigenen angehören. Er wird die heiligen Steintafeln mit sich bringen. Mit ihm werden zwei sehr weise und starke Personen kommen. Eine wird ein Symbol oder Zeichen der Swastika haben, das Reinheit repräsentiert und weiblich ist, Hervorbringer des Lebens.

Der dritte oder der zweite von den beiden Helfern unseres Wahren Weißen Bruders wird das Zeichen des Sonnensymbols haben. Auch er wird sehr weise und stark sein. In unseren heiligen Katchina-Zeremonien haben wir eine Kürbisrassel mit den Symbolen dieser kraftvollen Helfer unseres Wahren Bruders, die immer noch im Gebrauch ist. Es ist auch gesagt, wenn diese drei mit der Erfüllung ihrer Mission versagen, daß darin der eine vom Westen wie ein großer Sturm kommen wird. Er wird groß sein und unbarmherzig. Wenn er kommt, dann wird er das Land wie die roten Ameisen überziehen und das Land in einem Tag einnehmen. Wenn die drei vom Schöpfer ausgewählten Helfer ihre heilige Mission erfüllen, und wenn dann auch nur einer, zwei oder drei von den wahren Hopi übrigbleiben, die an den letzten alten Lehren und den Anweisungen festhalten, dann wird der Große Geist Massauu vor allen erscheinen und unsere Welt wird gerettet werden. Die drei werden einen neuen Lebensplan ausbreiten, der zu einem immerwährenden Leben und Frieden führt.

Nun hoffe und bete ich darum, das eure Hilfe kommen wird. Wenn ihr einen Weg kennt, um die Wahrheit zu verbreiten, durch die Zeitungen, Bücher, durch das Treffen mit machtvollen Menschen - erzählt die Wahrheit! Erzählt ihnen, von dem ihr wißt, daß es wahr ist. Gott segne euch, jeden einzelnen von euch, und wißt, daß unsere Gebete um Frieden die euren bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang treffen werden. Möge der Große Geist euch sicher auf dem Weg der Liebe, des Friedens, der Freiheit und auf Gottes Weg auf dieser Erdenmutter leiten.


Der verlorene Große Weiße Bruder

Im Zusammenhang mit den Legenden und auch den Prophezeihungen der Hopi taucht immer wieder das Bild des Großen Weißen Bruders, Pahana, auf, der, wenn die Zeit reif ist, und auch die Not im Volk der Hopi am größten ist, aus dem Osten zurückkehren werde zu seinem Kleinen Bruder. Viele Legenden und Geschichten ranken sich um diesen Pahana, der vor sehr langer Zeit loszog, zur Zeit der großen Wanderungen, um seine Mission und seinen Auftrag in Richtung der aufgehenden Sonne zu erfüllen. Die Rückkehr des Pahanas sollte dazu bestimmt sein, die Rechtschaffenheit und Unschuld des heiligen Volkes der Hopi und ihres heiligen Landes zu schützen und die Erde wiederum zu reinigen von all den Zerstörungen, der zerstörerischen Menschen und ihrer zerstörerischen Handlungen und Gedanken. Die Rückkehr des Pahana wird gleichgesetzt mit einer großen Reinigung, die der Erde und der Schöpfung einen Neuanfang ermöglicht und eine neue Lebensordnung schaffen wird, in der die Menschen wieder in liebevoller Eintracht mit der sie umgebenden Natur leben können.

 

Wenn eine Frau kein Kopftuch trägt, soll sie sich doch gleich die Haare abschneiden lassen. Ist es aber für eine Frau eine Schande, sich die Haare abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie sich auch verhüllen.

Lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für den Mann eine Schande, für die Frau aber eine Ehre ist, lange Haare zu tragen? Denn der Frau ist das Haar als Hülle gegeben. Wenn aber einer meint, er müsse darüber streiten: Wir und auch die Gemeinden Gottes kennen einen solchen Brauch nicht.



Selbstbewusstsein stärken

Selbstbewusst sein bedeutet, wir sind uns unserer Stärken und Schwächen bewusst - wohlgemerkt auch der Schwächen. Manche Menschen übersehen diesen Teil. Sie glauben, wer wirklich selbstbewusst ist, der habe keine Schwächen. Man erkennt diese Menschen daran, dass sie immer Recht haben müssen, andere kritisieren und Fehler vertuschen oder auf andere schieben. Sie wirken arrogant und überheblich, erzählen nur von sich und haben die Einstellung "Nur ich bin wichtig und erfolgreich". Ihr vordergründiges Selbstbewusstsein ist Ausdruck innerer Unsicherheit. Ein gesundes Selbstbewusstsein zeichnet sich dadurch aus, dass wir uns unserer Stärken und Erfolge bewusst sind, aber auch unsere Schwächen kennen und uns dafür nicht schämen oder gar verurteilen. Verurteilen wir uns nämlich für unsere Fehler und Schwächen, dann schwächen wir unser Selbstvertrauen - eine wichtige Säule eines guten Selbstbewusstsein.


Selbstsicheres Auftreten zeigt sich in den folgenden Bereichen:

- Forderungen stellen können
- Wünsche äußern und durchsetzen können
- Nein sagen können
Komplimente annehmen können
Mit Kritik umgehen können
- Sich Fehler erlauben dürfen
- Kontakte knüpfen können
- seine Meinung sagen können




Im Reden mag ich ein Stümper sein aber nicht in der Erkenntnis.